12 Tage

Bericht September 29th, 2009

Liebe Leser,

seit einiger Zeit bekomme ich von unzaehligen Freunden und Bekannten E-Mails und Kommentare! Das liegt am Zeitungsartikel, der vor einiger Zeit in der OZ abgedruckt wurde.

Vielen, vielen Dank an alle Leser und Freunde. Ich hoffe einen interessannten Blog auf die Beine stellen zu koennen. Ich werde mir Muehe geben!

Das als kleines Intro zum heutigen Eintrag.

Ich bin nun seit 12 Tagen in Japan. Seit 12 Tagen? Ihr kennt das sicherlich aus dem Urlaub oder so: Es fuehlt sich an wie eine halbe Ewigkeit! Das liegt sicherlich daran, dass alles um Einen anders/neu ist und man den Zeitlauf voellig vergisst, bzw. gar nicht merkt.

Es gibt bereits vieles zu schreiben. Eine kleine [b]sehr grobe[/b] Zusammenfassung, von dem, was ich in den letzten 12 Tagen so erlebt habe: Ich bin angekommen, in mein Apartment eingezogen (und bereits auch schon wieder ausgezogen), habe meine Freunde und Verwandte getroffen, wollte meinen japanischen Pass aktualisieren, habe einen Handy-Vertrag abgeschlossen, habe bereits Live performt, habe mir eine Haarschneidemaschine gekauft und meine Haare auf dem Dach des Apartments geschnitten und mindestens 30 E-Mails beantwortet.

Ich kann erstmal leider nicht zu Allem etwas schreiben. Ich sitze gerade an einem Share-Netbook unseres Apartments und ich bin nicht der Einzige, der das Geraet hier benutzt, bzw. benutzen will.

Mein Kopf: Nein, nicht mein Kopf, sondern meine Frisur. Einige werde sich wohl an meine Frisur erinnern. Ich hatte rundrum eine ca. 3mm Frisur, nur vorne/mitte habe ich etwas wachsen lassen. (Leser, die mich vom Sehen her nicht kennen, koennen sich das vielleicht nur schwer vorstellen. Ich bin mir nicht sicher, ob man es auf dem OZ-Photo erkennen kann.)
Nun habe ich wirklich eine rundrum 3mm Frisur, ohne den Fimmel vorne dran. Es dauert keine 2 Minuten und man hat sich schon voellig dran gewoehnt. Die Leute um mich herum und ich auch.

Wetter: Japan ist irgendwie im Sommer haengen geblieben. In den letzten 11 Tagen war es fast immer ueber etwa 24 Grad. Nur heute regnet es, zum ersten Mal, seit dem ich hier bin. Morgen soll es sich aber auch schon wieder aendern.

Apartment: Meine erste Bleibe war in Kamata, mein jetztiges in Meguro und mein zukuenftiges vielleicht in Sangenjaya. Ohne, dass ihr wisst, wo genau diese Stadtteile liegen, eines ist klar: Ich ziehe immer naeher zum Kindergarten (zur Einsatzstelle) hin. Kamata war ein zu weit weg, Meguro ist schon naeher, aber trotzdem noch etwas “unguenstig gelegen”. Vorgestern habe ich eine Anzeige fuer eine Untervermietung in Sangenjaya gefunden, auf die ich mich sofort gemeldet habe. Sangenjaya waere so nah, dass ich vielleicht sogar mit dem Fahrrad zum Einsatzort fahren koennte. Das waere Klasse, weil das Fahrradfahren vermisse ich schon ein wenig. Ausserdem spare ich dabei die staendigen Zugfahrten.

Ueber den Handyvertrag, bzw. ueber das Handy selber werde ich warscheinlich naechstes Mal berichten.

Mein Dienst beginnt offiziell am 3. Oktober. Ich freue mich schon sehr auf die ersten Tage im Kindergarten und bin gespannt was da auf mich so zukommt!

Bis dahin, alles Gute und vielen Dank fuer das Lesen. Bis zum naechsten Eintrag!

16. September

ADiA Vorbereitungsphase September 11th, 2009

Hallo liebe Leser,

seit meinem letzten Eintrag ist schon etwas Zeit vergangen, die ich denke ich ganz gut genutzt habe: Aufräumarbeiten, Förderkreis, organisatorische Dinge, Flug, Bleibe in der Nähe des Kindergartens etc. Ich bin denke ich ganz gut voran gekommen.

Aufräumarbeiten: Beim Aufräumen bzw. Leerräumen meines Zimmers stoße ich ständig auf alte Kindheitserinnerungen. Bilder, Texte, Schulhefte, Spielsachen etc. Es ist natürlich oftmals nicht so einfach solche Dinge wegzuwerfen, aber ich habe da ein Gegenmittel gefunden, wie es nicht so schwierig ist und ich auch noch Zeit spare: Gar nicht erst ansehen, einfach in den Müll. Klingt etwas absurd, aber so ist es sehr effektiv und das Andere dauert mir zu lange. Aber manche Dinge muss ich einfach aufbewahren, auch wenn es nicht besonders viel ist.

Förderkreis: Dank einiger Leute bin ich nun auch finanziell etwas “sicherer”. Ich habe übrigens unter der Rubrik Förderkreis (s. rechte Spalte) eine etwas abgeänderte Version des Briefes gepostet. Bei Interesse könnt ihr es gerne anschauen. Ich werde eine Version als doc-Dokument noch hochladen und einen Link zum Download bereitstellen.

Flug: Ich fliege am 16. September von Düsseldorf über Helsinki nach Tokio. Ich musste recht kurzfristig buchen, da die Dame vom Reisebüro mir empfohlen hat so schnell wie möglich zu buchen, da im Moment die Flugpreise kontinuierlich am Steigen sind. Das zeitlich knappe Abreisedatum überrascht mich selber und ich muss in letzter Zeit ständig auf die Uhr gucken. Aber ich freue mich natürlich auch, dass es in bereits 5 Tagen losgehen kann!

Bleibe: Ich habe mich auch um eine Bleibe gekümmert. Über das Internet habe ich eine WG-ähnliche Einrichtung in Ôta-ku Kamata (大田区蒲田) gefunden. Preislich völlig zufriedenstellend und Lage ist auch okay. Zur Dienststelle muss ich dann wohl etwas mit der Straßen- oder U-Bahn fahren, aber das macht nichts. Wenn ich dort einige Zeit verbracht habe und ich mich eingelebt habe werde ich mich wahrscheinlich nochmal um eine bessere Lage kümmern.

Soweit ein kleines Update. In einigen Minuten holt mich ein Bekannter ab, bei dem ich noch bei einem Umzug helfen werde. Deswegen muss ich hier leider Schluss machen. Bis bald.